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Kinesiologie Tapes und wie sie wirken

Der Begriff Kinesiologie Tape sagt dir nichts sagt? Trotzdem könnte ich wetten, dass du diese bunten Tapes schon mal irgendwo gesehen hast. Das sind die überdimensionierten und bunten Pflaster, die auf diversen Körperteilen und Gelenken von Profisportlern im Fernseher aufblitzen.

Aber auch im Fitnessstudio oder im Sportverein von Buxtehude treten die Kinesiologie Tapes immer häufiger in Erscheinung. Sicher hast du dich deshalb auch schon gefragt, was es mit diesen Tapes auf sich hat und wie genau die Tapes wirken?

Was genau sind Kinesiologie Tapes?

Die Wortherkunft „kenesis“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Bewegung. Die Beweglichkeit der Tapes ist tatsächlich auch das „Markenzeichen“ die Kinesiologie Tapes, aber dazu später mehr. Sportler und Therapeuten nutzen diese Tapes zur Behandlung von Verletzungen, der Lockerung von Muskeln sowieso zum allgemeinen Hemmen von Entzündungen.

Und wer hat’s erfunden? Die Japaner! Genauer gesagt der japanische Chiropraktiker Kenzo Kasem der dieses besondere Pflästerchen vor 30 Jahren entwickelte. Das Besondere: das Kinesiologie Tape ist hochelastisch und ermöglicht eine größtmögliche Bewegungsfreiheit, indem sich das Tape problemlos dehnt und anschließen wieder zusammenzieht. Zudem ist das Tape atmungsaktiv und hautfreundlich, bei gleichzeitiger Wasserfestigkeit.

Das auf der japanischen Heilkunde basierende Kinesiologie Tape soll schmerzlindernd und stoffwechselanregend wirken, zumindest in der Theorie. Diese Theorie ist zum aktuellen Zeitpunkt wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, weshalb du die Wirkung aber trotzdem nicht von vornherein anzweifeln solltest. Die fehlende Bestätigung der Wissenschaft wird durch die enorme praktische Erfahrung und den Zuspruch aus Profi- und Breitensport als auch in der Physiotherapie mehr als wettgemacht.

Wie wirken Kinesiologie Tapes?

Um zu verstehen wie Kinesiologie Tapes wirken, musst du dir den Unterschied zu herkömmlichen Tapes und Verbänden noch einmal vor Augen führen:

Bandagen und Verbände

Klassischen Pflaster, Bandagen und Verbände fixieren das Gelenk relativ starr. Diese Fixierung führt zur Entlastung und somit zur Rückbildung der Muskulatur, da der Muskel durch die fehlende Beanspruchung nicht stimuliert wird. Außerdem besteht bei festen Verbänden immer die Gefahr einer Stauung im Blut- und Lymphsystem. Diese Faktoren können eine Heilung deshalb auch sogar verzögern.

Elastische Tapes

Kinesiologie Tapes erhalten und fördern die Bewegungsfreiheit der Muskulatur und der Gelenke. Das Tape muss immer an einen gedehnten Muskel angebracht werden. Sobald der getapte Muskel in die Ausgangsposition zurückkehrt, zieht sich auch das Kinesiologie Tape zusammen. Dabei wird die oberste Hautsicht leicht angehoben, welches an den nun im Tape sichtbaren Wellen erkennbar wird. Diese Wellen werden Convolutions genannt und sind für dich gleichzeitig ein Zeichen, dass du die Tapes richtig geklebt hast.

Durch das Anheben der obersten Hautschicht, bedingt durch die Faltung des Kinesiologie Tapes, entstehen gewisse Freiräume zwischen der oberen Hautschicht und der Unterhaut.

Quelle: http://www.tapeconcept.com/the-concept/

Der Trick an der Sache sind die zahlreichen Rezeptoren von Blut- und Lymphgefäßen, die sich in den Zwischenräumen zwischen Ober- und Unterhaut befinden. Stark vereinfacht ausgedrückt sind Rezeptoren die Enden von spezialisierten Zellen oder Nervenfasern, die erst Reize aufnehmen und dann als Signal an das Zellinnere transportieren.

Da die Kinesiologie Tapes elastisch sind und die Bewegung des Muskels gewährleisten, führt genau diese Bewegung zu einer verbesserten Mikrozirkulation zwischen Haut und Muskulatur. Die Nerventätigkeiten und die Gewebestrukturen werden aktiviert, bei gleichzeitiger Förderung der Durchblutung. Da die gesteigerte Mikrozirkulation auch den Lymphfluss anregt, können Schwellungen und Entzündungen schneller abheilen.

Schmerzstillende Wirkung von Kinesiologie Tapes

Neben der Wirkung der Tapes auf die unter der Haut liegenden Sensoren, wird auch eine schmerzstillende Wirkung beobachtet. Denn 85% aller Schmerzsensoren befindet sich tatsächlich auf der äußeren Hautschicht. Die Kinesiologie Tapes aktivieren direkt nachdem anbringen das schmerzstillende System. Je nachdem wie stark deine Schmerzen sind, kann es durchaus sein, dass der Schmerz schon kurz nach dem Tapen nachlässt.

Das wiederum verhindert Verspannungen durch Schon- oder Fehlhaltungen. Du kannst dich schneller wieder wie gewohnt bewegen und auch die Muskelfunktion regeneriert sich besser.

Anwendungsgebiete für Kinesiologie Tapes

Wie schon eingangs erwähnt, greifen immer mehr Therapeuten in alltäglicher physiotherapeutischer Praxis auf die Kinesiologie Tapes zurück. Von den unzähligen medizinischen Betreuern von Leistungsportlern aus nahezu allen Sportarten ganz abgesehen. Am ehesten Werden die Tapes noch um Knie-, Sprung- und Schultergelenke geklebt. Kinesiologie Tapes finden aber auch noch in diesen Bereichen Anwendungen:

  • Verspannter Rücken und Nacken
  • Tennis- und Golferarme
  • Sehnenscheidenentzündung und Prellungen
  • Begleitend bei medikamentösen und physiotherapeutischen Behandlungen
  • Gelenk stabilisierend

Was bedeuten die verschiedenen Farben der Tapes

Traditionell sind die Kinesiologie Tapes in verschiedenen Farben erhältlich und beruhen auf der Farbtherapie, die ihren Ursprung bei den Mayas und Azteken hat. Da die Farbtherapie sehr umstritten ist, kommt hier eine kurze „Erklärung“ dieser Therapie:

Jede Farbe hat einen bestimmten Schwingungsbereich. Rötliche Farben sind sehr „hoch schwingend“, die Wellen befinden sich im Infrarot Bereich und sollen daher „wärmend“ wirken. Bläuliche Tapes sind dagegen eher „niedrig schwingend“, mit wellen im ultravioletten Bereich und wirken daher „kühlend“. Daher sollte man bei Schwellungen und Prellungen zu den blauen Tapes greifen, während die roten Tapes bei Verspannungen zum Einsatz kommen sollen.

Soweit die Theorie, möge sie stimmen oder auch nicht. Wer nichts von der Farbtherapie hält, kann ohne bedenken zu den universellen schwarzen Tapes greifen. Ehrlich gesagt ist die Farbauswahl heutzutage auch eher eines Geschmacks- oder sogar Stil Entscheidung. Gerade im Profisport werden die Farben der Tapes passend zum Trikot ausgesucht. Die meisten Kinesiologie Tapes werden ohnehin in den neutralen Farben produziert.

Kinesiologie Tape Qualität

Das Kinesiologie Tape ist schon lange im „Mainstream“ angekommen und ist entsprechend auch fast überall erhältlich – angefangen im Internet bis hin zum Discounter. Gerade deshalb solltest du auch hier auf die Qualität achten, denn ein Kinesiologie Tape ist nicht gleich ein Kinesiologie Tape. Der Unterscheid in der Qualität kann enorm sein. Tapes von geringerer Qualität halten z. b. nicht besonders lange, kleben initial schlecht oder sorgen für Hautirritationen. Gute Erfahrung habe ich dagegen mit den Tapes von Gorilla Sports gemacht, da sie in meinen Auge mit folgenden Vorteilen punkten können:

  • Lassen sich individuell zuschneiden
  • Sind wasserfest
  • Bestehen aus 100% Baumwolle
  • Sind somit atmungsaktiv und hautfreundlich
  • Starker Acrylkleber sorgt für lange Klebezeit

Fazit

Auch wenn die Wirkung der Kinesiologie Tapes nicht eindeutig bewiesen ist, sprechen die unzähligen Erfahrungsberichte für die Tapes. Ich persönlich bin von den Tapes überzeugt, da sie nicht nur mit geholfen hatten, sondern auch meiner Frau die in der Schwangerschaft an starken rücken und Steißbeinschmerzen litt. Durch das Tapen verspürte sie immer eine Erleichterung.

Wenn du dir beim Tapen unsicher bist, kannst du dich auch von deinem Physiotherapeuten tapen lassen, probiere es mal aus 😉

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